ROTAX 912 iS

Verbrennungsmotoren scheinen manchmal eine Seele zu haben, die gestreichelt werden will.
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Andres
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ROTAX 912 iS

Beitrag von Andres »

Hallo zusammen,

wir sind dabei zu sondieren ob wir einen Bausatz einer Dynamic WT9 600 FG kaufen. Wir haben einen ROTAX 912 iS Sport Einspritzer ins Auge dafür gefasst, denn wir suchen etwas was uns ca. die nächsten 20 Jahren gut bedienen würde. Hat jemand bereits praktische Erfahrung mit dem Einbau, Tausch, usw. von diesem Triebwerk? Freue mich über euer Feedback.

Viele Grüße,
Andrés
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Andres
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Re: ROTAX 912 iS

Beitrag von Andres »

Bisher habe ich nur wenig Details zur Motorinstallation gefunden. Immerhin gibt es ein etwas längeres Video von Zenith Aircraft, indem sie auf die spezielle Eigenschaften der Installation eingegangen wird. Ansonsten gibt es auf flyrotax.com noch die Intsallations-und Bedinungseinleitung:

https://rotax-docs.secure.force.com/Doc ... 00BN5XtQAL
https://rotax-docs.secure.force.com/Doc ... 00BJ3HEAA1

Viele Grüße,
Andrés

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Re: ROTAX 912 iS

Beitrag von Admin »

Ich hätte auch beim Vergasermotor keine Sorge, dass ich nach 20 Jahren noch Wartung machen kann.
Elektronik und Software ist viel schneller überholt und schwieriger durch alternativen zu ersetzen.
Ist aber nur meine analoge Sichtweise...
Viele Grüße, Tim.
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Andres
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Re: ROTAX 912 iS

Beitrag von Andres »

Hallo Tim,

ob Vergaser oder Einspritzer habe ich mir auch lange überlegt. Es sprechen einige Sachen für den Vergaser, wie der deutlich günstigere Preis und die einfachere Wartbarkeit, aber meiner Meinung nach spricht mehr für den Einspritzer. Nicht nur der geringere Verbrauch ist vorteilhaft, sondern auch alle Probleme um den Vergaser fallen weg: Vereisung, Schwimmkörper, Anspringverhalten. Zudem ist der Einspritzer von Rotax insgesamt redundanter als der Vergaser ausgeführt. Beim Kfz hat man früher auch den Einspritzer kritisch gesehen und heute fahren die wenigsten Autos ohne. Ich denke spätestens wenn der Spritpreis deutlich steigt, weil immer weniger Verbrenner-Autos fahren und die Gewinne der Multis irgendwo her müssen (aktuell kriegen wir einen Vorgeschmack davon), oder vielleicht doch mal Emissionsgrenzwerte für Flugzeuge eingeführt werden, wird ein Einspritzer angesagter sein.

Klar im Nachteil ist der Einspritzer bezüglich Anschaffungskosten, denn das Spielzeug kostet mit Allem drum und dran in etwa 10 k€ mehr. Aber: Was zählt ist nicht ob er sich unter den aktuellen Bedingungen amortisiert, sondern zukünftig. Klar ist das ein Blick in die Glaskugel, aber der Markt in 20- 30 Jahren wird sich mehr zu modernen und emissionsarmen Antrieben verschieben, wie Elektro. Ich rechen so, dass wir etwa 20 Jahren damit fliegen werden. Dann haben wir vielleicht 1000 bis 1500 Stunden auf der Uhr. Mit 500-1000 Stunden bis zu TBO ist noch lange Zeit bis man Ersatzteile für Elektronik oder Software benötigt (hoffentlich). Zudem hat man 20-30% weniger Sprit verbraucht. Bei 2 € pro Liter spielt es weniger eine Rolle, aber bei 3 oder 4 € pro Liter sieht die Bilanz schon anders aus: 0,30 × 15 Liter/Stunde × 1000 Stunden × 2 € /Liter = 9 k€ Ersparnis, bei 3 € pro liter 13,5 k€ und bei 4€ pro Liter ganze 18 k€ Unterschied! Könnte man die Antriebe leicht wechseln, würde ich sofort einen gebrauchten überholten Vergaser besorgen. Da man sie aber sie nicht einfach austauschen kann, ist für meine Bedürfnisse bezüglich zukunftfähigkeit der Einspritzer besser geeignet. Geschmack spielt eine große Rolle und bin daher auf jegliche andere fundierten Meinungen gespannt.

Viele Grüße,
Andrés
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